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Nominierungen der 49. Mülheimer Theatertage

Neugier und Abenteuer, lautes Schweigen, Zukunftsvisionen aus alten Mythen – und Hoffnung, die aus Humor entsteht. Aus wieder mehr als 200 deutschsprachigen Uraufführungen in der vorigen Saison haben die Gremien der Mülheimer Theatertage die besten neuen Stücke für Erwachsene und Kinder ausgewählt und soeben bei einer Pressekonferenz ihre Entscheidungen bekanntgegeben.

Um den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis 2024 konkurrieren:

Ewe Benbenek
Juices
Nationaltheater Mannheim

Sivan Ben Yishai
Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert
Schauspiel Hannover

Rainald Goetz
Baracke
Deutsches Theater Berlin

Thomas Köck
forecast:ödipus
living on a damaged planet (τύφλωσίς, II)
Schauspiel Stuttgart

Falk Richter
The Silence
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Roland Schimmelpfennig
Laios
ANTHROPOLIS II
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Felicia Zeller
Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt
Theater Oberhausen

Dem Auswahlgremium gehörten Christine Dössel, Wolfgang Kralicek, Stephan Reuter, Christine Wahl und Franz Wille an.

Franz Wille, Sprecher des Auswahlgremiums: „Der Auswahlzeitraum 23/24 war für das Gremium eine große Herausforderung: Es gab weit mehr einladenswerte Stücke als die sieben, die nominiert werden konnten. Sie alle aber weisen darauf hin, wie sich die Konfliktlagen verschärfen und verweisen auf Bruchstellen zwischen Generationen, sozialen Gruppen, von Handlungsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich auf verbindliche Versionen von Wirklichkeit zu einigen. Lange unverrückbar geglaubte Vorstellungen von Fortschritt und Wachstum stehen auf dem Spiel.“

In den Wettbewerb um den ebenfalls mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis 2024 gehen:

Marion Brasch
Winterkind und Herr Jemineh
tjg. theater junge generation, Dresden

Iona Daniel
Dunkelschwarz
Junges Theater Münster

Thomas Freyer
Geschichten vom Aufstehen
tjg. theater junge generation, Dresden

Henner Kallmeyer
Troja! Blinde Passagiere im trojanischen Pferd
theaterkohlenpott Herne

Armela Madreiter
südpol.windstill
Junges Theater Heidelberg

Dem Auswahlgremium gehörten Björn Hayer, Dora Schneider und Theresia Walser an.

Björn Hayer, Sprecher des Auswahlgremiums: „Während uns die kriegs- und krisengebeutelte Welt da draußen bisweilen bis an die Grenze der Hoffnungslosigkeit treibt, zeugen die dieses Jahr für den Mülheimer KinderStückePreis nominierten Texte von einer unbeirrbaren Suche nach dem trostspendenden Anderen. Sie finden ihn im Zwischenraum von Licht und Dunkel, in den Weiten des Südpols und mitunter in der eigenen Westentasche. Ihr höchstes und verbindendes Gut mag aber das vitale Erzählen sein. Sie fügen Einzelschicksale und sogar Menschen völlig gegensätzlicher Positionen zusammen zu einer Textur des Sozialen, die allen Fliehkräften der gespaltenen Gesellschaft trotzt.“

Die 49. Mülheimer Theatertage finden vom 4. bis 25. Mai statt, Spielstätten sind die Stadthalle Mülheim, das Theater an der Ruhr und der Ringlokschuppen. Die Wettbewerbs-Gastspiele werden vom Festival Plus-Programm begleitet. Das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg gastiert mit „Out There“ von Stanislava Jević, ausgezeichnet mit dem Jugendstückepreis des Heidelberger Stückemarkts 2023, und gemeinsam mit Performing for Future und dem Schauspielhaus Bochum suchen die Theatertage nach „Szenen für Morgen“.
Der Mülheimer KinderStückePreis und der Mülheimer Dramatikpreis werden in öffentlichen Jurydebatten am 17. und 25. Mai vergeben.

Mit der Bekanntgabe der Nominierungen beginnt auch der Vorverkauf:
Alle Termine und Informationen sowie Tickets auf stuecke.de|Spielplan

Veranstaltet werden die Mülheimer Theatertage vom Theater- und Konzertbüro der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Gefördert werden sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.