Anlässlich des 70. Jubiläums der Sinfoniekonzerte und des 100. Jubiläums der Stadthalle Mülheim erwartet Klassikliebhaber*innen in der Konzertsaison 2026/27 ein besonders eindrucksvolles Programm mit vielen renommierten Ensembles und Solist*innen.
Den Auftakt am 2. Oktober 2026 macht Weltstar Fazıl Say (Foto) gemeinsam mit dem Kammerorchester Les Essences.
Das Ensemble versetzt uns mit einem Stück aus dem Jahr 1926 ins Eröffnungsjahr der Stadthalle; Fazıl Say und Konzertmeister Önder Baloglu präsentieren zudem Eigenkompositionen.
2009 von Baloglu gegründet, verfolgt das internationale Kammerorchester Les essences das Ziel, Barrieren abzubauen und klassische Musik allen zugänglich zu machen. Für dieses Engagement wurden Les essences unter anderem mit dem Musikförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Auch Fazıl Say ist Träger zahlreicher Preise, darunter mehrfach der ECHO Klassik und der Beethoven-Preis Bonn. Er gilt als einer der bedeutendsten Pianisten und Komponisten unserer Zeit.
Mit dem ersten Stück des Abends führt das Ensemble zurück ins Eröffnungsjahr der Stadthalle: 1926 vollendet der armenische Komponist Edgar Manas „Die Prinzeninseln“, eine impressionistische Suite über die Inselgruppe vor seiner Geburtsstadt Istanbul. 100 Jahre nach Manas inspiriert die Stadt am Bosporus auch den Geiger und Dirigenten Baloglu zu einem musikalischen Porträt. Seine Komposition „İstanbul Sarmanı – Der goldene Kater von Istanbul“ wird am Abend in Mülheim uraufgeführt.
Der zweite Teil des Abends führt von Istanbul nach Wien, das Zentrum der europäischen Klassik. Das Klavierkonzert Nr. 12 von Wolfgang Amadeus Mozart entsteht 1782/83 und verbindet kammermusikalische Transparenz mit der Ausdruckskraft eines klassischen Klavierkonzerts. An klassische Formvorstellungen der europäischen Tradition knüpft auch Fazıl Say an und überführt sie in seiner eigenen Klangsprache in die Gegenwart. Seine Chamber Symphony op. 62 bildet den fulminanten Abschluss des Abends.
Mit Lithuanian State Symphony Orchestra und Baltic Sea Philharmonic sind im November und Dezember hochkarätige Musiker*innen aus dem Baltikum zu Gast.
Zu Beginn des neuen Jahres werfen wir einen Blick in die Zukunft: Mit dem Bundesjugendorchester ist die nächste Generation musikalischer Spitzenkräfte zu Gast. Im Februar begeistern die Bergischen Symphoniker gemeinsam mit Ausnahmecellist Andrei Ioniță, im März entführen die Zagreb Soloists und der preisgekrönte Oboist Ramón Ortega Quero in die Welt italienischer Konzerte. Und was im April passiert, das entscheidet das Konzertpublikum: Die Neue Philharmonie Westfalen stellt ein breites Repertoire an Ouvertüren, Sinfonien sowie Klavier-, Violin- und Cellokonzerten zur Auswahl und bietet so die Gelegenheit, ein Wunschkonzert nach eigenen Vorlieben zusammenzustellen.
Karten sind ab sofort erhältlich unter reservix.de, an den gewohnten Vorverkaufsstellen, bei der Touristinfo Mülheim, Schollenstraße 1, sowie telefonisch unter 0208 960 960.
Abonnements für alle sieben Sinfoniekonzerte sind ebenfalls verfügbar. Die Informationen hierzu erhalten Sie bei Claudia Link, telefonisch unter 0208 455 4114 oder per E-Mail sinfoniekonzerte@muelheim-ruhr.de.
Programmübersicht der Mülheimer Sinfoniekonzerte 70. Spielzeit – Saison 2026/27
Vor jedem Konzert wird 20 Minuten vor Konzertbeginn im Theatersaal eine Konzerteinführung angeboten.
- Freitag, 2. Oktober 2026, 20 Uhr: Fazıl Say und Les Essences
- Freitag, 20. November 2026, 20 Uhr: Lithunian State Symphony Orchestra
- Sonntag, 13. Dezember 2026, 17 Uhr: Baltic Sea Philharmonic
- Freitag, 15. Januar 2027, 20 Uhr: Bundesjugendorchester
- Freitag, 19. Februar 2027, 20 Uhr: Bergische Symphoniker
- Freitag, 5. März 2027, 20 Uhr: Zagreb Soloists
- Sonntag, 18. April 2027, 17 Uhr: Neue Philharmonie Westfalen