Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche
Sicher. Respektvoll. Gemeinsam.
Kinder und Jugendliche sollen sich im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr sicher, willkommen und ernst genommen fühlen. Deshalb arbeiten wir an einem Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche.
Felix Rohrschneider und Marlene Fritsch entwickeln das Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz der Stadt Mülheim an der Ruhr. Ziel ist es, den Schutz von Kindern und Jugendlichen als festen Bestandteil unserer Bildungs- und Vermittlungsarbeit zu verankern und für alle Beteiligten klare Orientierung und Handlungssicherheit zu schaffen.
Kinderschutz gelingt in der gemeinsamen Verantwortung, die sich neben der Wahrung der rechtlichen Rahmenbedingungen auch durch eine Kultur des Hinsehens und Handelns auszeichnet. Das Schutzkonzept umfasst sowohl präventive Maßnahmen als auch verbindliche Standards für den Umgang mit Hinweisen und möglichen Verdachtsfällen. Grundlage sind die Rechte von Kindern und Jugendlichen sowie eine gemeinsame Haltung, die von Wertschätzung, Beteiligung, einem sensiblen Umgang mit Nähe und Distanz und der klaren Orientierung am Kindeswohl geprägt ist. Auch Mitarbeitende, Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige werden einbezogen.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Meldekette: Sie legt fest, welche Schritte bei einer Beobachtung, einer Grenzverletzung oder einem Hinweis auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu gehen sind. Dabei stehen das ruhige und aufmerksame Zuhören, die vertrauliche Behandlung von Informationen, eine sachliche Dokumentation und die Einbindung der zuständigen Kinderschutzperson im Mittelpunkt.
Unser aktueller Entwurf wurde bereits gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend, Schule und Integration der Stadt Mülheim an der Ruhr betrachtet und positiv aufgenommen. Die Rückmeldungen fließen nun in die letzten Überarbeitungsschritte ein. Anschließend soll das Schutzkonzept verbindlich in den Arbeitsalltag des Kunstmuseums integriert und regelmäßig weiterentwickelt werden.
Kinderschutz verstehen wir dabei nicht als einmalige Maßnahme, sondern als fortlaufenden Prozess. Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sollen auch künftig in die Weiterentwicklung unserer Maßnahmen einbezogen werden.
Einblick: Unsere Meldekette
Die Meldekette macht sichtbar, wie bei einem Hinweis oder Verdacht Schritt für Schritt vorgegangen wird – von der ersten Beobachtung oder Mitteilung über die Dokumentation und interne Beratung bis hin zur Einbindung externer Fachstellen, wenn dies erforderlich ist.