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stage 12 - Theater, Komik, Kleinkunst

„Ich bin noch gut.“ Das stand im Supermarkt auf dem Joghurt, passt aber auch beim Oberhausener Musikkabarettisten

Donnerstag, 30. Juli 2026, 19 Uhr, Freilichtbühne

Matthias Reuter - Ich bin noch gut

„Ich bin noch gut.“ Das stand im Supermarkt auf dem Joghurt, passt aber auch beim Oberhausener Musikkabarettisten. Als Matthias Reuter vor kurzem beim Augenarzt anrief, sagte die gut gelaunte Sprechstundenhilfe ihm folgendes: „Hahaha. Ja, die ganzen 70er-Jahrgänge, die gehen jetzt alle kaputt.“ Sie muss es wissen. Sie vergibt die Termine. Matthias Reuter ist von 1976, aber er hält sich weiterhin für reparabel.
Darum geht er wieder auf die Bühne und präsentiert neue Songs und mutmachendes Musikkabarett mit Fluchtreflexen. Lachen oder Laufen? Das ist doch die Frage unserer Zeit. Bei Reuter wird der Wunsch zu laufen größer. Am besten weit, weit weg. Denn
nichts passt für ihn mehr zusammen: die Nachrichten werden schlechter, aber das Zeitungs-Abo trotzdem teurer. Es gibt immer mehr Prominente, aber keinen, den man kennt. Und wenn Technik-Milliardäre die Welt regieren, wieso fühlt sich dann alles trotzdem so nach Steinzeit an? Bei Matthias Reuter sitzt der Faustkeil nicht so locker. Darum bleibt für ihn nur die Flucht in den Humor. Und so begibt er sich auf die Suche nach Möglichkeiten, die heutige Welt nicht so wichtig zu nehmen, wie sie es gerne hätte. Denn nur wer die Lage nicht zu ernst nimmt, der ist dem Ernst der Lage noch gewachsen. Das ist das Motto. Sagt auch die Sprechstundenhilfe. Und darum gilt ab jetzt für alle Generationen: Runter von der Couch und ab ins Kabarett! Termine dafür sind auch viel einfacher zu bekommen als beim Augenarzt.


Donnerstag, 6. August 2026, 19 Uhr, Freilichtbühne

In seinem neuen Roman geht Frank Goosen in die Kneipe. Genauer gesagt ins „Haus Himmelreich“, die alte Eckkneipe, in der sich
Geschichten und Schicksale kreuzen.

Frank Goosen - Lovely Rita

In seinem neuen Roman geht Frank Goosen in die Kneipe. Genauer gesagt ins „Haus Himmelreich“, die alte Eckkneipe, in der sich Geschichten und Schicksale kreuzen: Da ist das Tresencockpit mit dem Käpt’n, dem Langen und Willi Trommer, Typen, die schon seit Urzeiten hier sitzen. Da sind Gisela, die Kunstzapferin, die Wacholder-Anni mit Gottes Werkzeugkasten, Faris, der Comedian, Harry, der alte Sozialdemokrat, Carlo, der aussieht wie Cat Stevens oder auch die Gräfin, die die ganze Welt gesehen hat, aber manchmal in einem alten Song lebt. Vor allem aber ist da Rita Urbaniak, Lovely Rita, die Wirtin, die eigentlich mal was ganz anderes machen wollte, der aber dann das Leben dazwischenkam. Und ihre Schwester Chris, im Krieg geboren, die immer in der ganzen Welt unterwegs war, auf der Suche nach dem, was man so leichthin das Glück nennt.
Zwischen Herrengedeck und Weibergruppe wird vor dem Antrinken geredet, es heißt zahlen und freundlich sein, und zwei Sechsen auch im zweiten Wurf zu einer Eins umdrehen, das geht beim Knobeln nur am Gründonnerstag.
In „Lovely Rita“ erzählt Frank Goosen gewohnt humorvoll und warmherzig über ein aussterbendes Biotop, die Kneipe.
Und ist es nicht absurd, dass die Schaumkrone auf einem Pils „Blume“ heißt, das Glas aber „Tulpe“?

 

 

 


Matthias Reuter lädt seine Kabarettkollegen von der Show „Nachgewürzt“ zum Sommerausflug ein.

Donnerstag, 13. August 2026, 19 Uhr, Freilichtbühne

Nachgewürzt (feat. Matthias Reuter)

Am Donnerstag, 13. August gibt’s den satirischen Rückblick auf der Freilichtbühne in Mülheim. Matthias Reuter lädt seine Kabarettkollegen von der Show „Nachgewürzt“ zum Sommerausflug ein. 

Mit dabei ist natürlich auch wieder die Band der Show. Freilicht-Kabarett und Rock’n Roll – dieses Mal hoffentlich bei bestem T-Shirt-Wetter. Denn nach diversen Regenschirmshows in den Vorjahren wird die WetterApp auf Sonne geschaltet. Christian Hirdes hat neue Texte im Gepäck, Benjamin Eisenberg sorgt fürs politisch-satirische Update und Matthias Reuter vermeidet am Piano alle Regentänze. Und einen Überraschungsgast gibt es auch. Themen fürs Kabarett findet man ja schließlich momentan genug. Was soll man da noch machen? Immer Kopfschütteln ist eindeutig zu langweilig. Aber Lachen ist eine angebrachte Reaktion. Gerne auch gemeinsam.

 


„Statt wesentlich die Welt bewegt, hab’ ich wohl nur das Meer gepflügt…“
ein Rigorosum sondershausen

Donnerstag, 20. August 2026, 19 Uhr, Freilichtbühne

Jochen Malmsheimer

„Statt wesentlich die Welt bewegt,
hab’ ich wohl nur das Meer gepflügt…“
ein Rigorosum sondershausen

Dieser Titel des aktuellen Programms von Jochen Malmsheimer geht auf Simon Bolivar zurück, der ja, wenn man dem Internet glauben möchte, und das tun ja inzwischen viel zu viele, lange mit Jean Paul Sartre zusammen lebte. Vielleicht war es aber auch Simone Signoret, die mit Sartre zusammenlebte. Oder Sartre lebte allein, dafür ständig im Boudoire. Vielleicht lebte Sartre aber auch mit niemanden zusammen, außer vielleicht mit einem Beaujolais und einigen Jetons. Gitanes.
Wer vermag das zu sagen? Und, vor allem, warum? In diesem zwar morgenleerenden, dafür aber abendfüllenden Programm kommen weder Elenantilopen noch Bromelien oder andere Süßgrasartige vor, weil die, vollkommen zu Recht, streng geschützt sind.
Zudem geht es, neben allerlei Absonderlichkeiten mehr, um den Fundamentalirrtum Radfahren, die Seltenheit von Kunst, ihre rätselhafte Beziehung zum Mond und andere große und mittelgroße Fragen, und zwar sehr rigoros. Doch wie immer und überall gilt auch hier: Was wirklich geschieht, weiß allein der Wind!

© Jochen Malmsheimer manuscriptum de AD MMXXIII
Alle Rechte beim Autor


Einlass jeweils 18 Uhr - Beginn 19 Uhr - Der Biergarten ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

In Kooperation mit dem Art Obscura e.V.