STIPENDIUM JUNGE KUNST
Das ausgelobte Stipendium unterstützt Kunststudierende und Kunsthochschulabsolvent*innen beim Übergang vom Studium in die Professionalität und bietet angehenden Künstler*innen die Möglichkeit, sich in der Kulturszene der Stadt und der Region Ruhr zu vernetzen.
Der Kulturbetrieb der Stadt Mülheim an der Ruhr verfügt über sechs Ateliers im historischen Schloß Styrum, das in Ruhr-Nähe und dennoch verkehrsgünstig zur A 40 und S-Bahn an der Grenze zu Oberhausen gelegen ist. Eins der Ateliers wird befristet für zwei Jahre mietfrei an einen Stipendiaten/eine Stipendiatin vergeben. Im Schloss mit dem angrenzenden kleinen Park arbeiten weitere Künstler*innen.
Einem/einer gastierenden Kunststudierenden oder -schulabsolvent*in bietet sich an der Ruhr die einmalige Gelegenheit, sich in einem eigenen Atelier ganz auf die künstlerische Produktion und die Entwicklung möglicher Zukunftsperspektiven zu konzentrieren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich im unmittelbaren Umfeld mit Künstler*innen und Kulturschaffenden auszutauschen und die Kunstszene vor Ort kennen zu lernen.
1. Stipendiatin: Tabea Borchardt (*1990 Hodenhagen/Niedersachsen)
April 2018 bis März 2019
2. Stipendiat: Julian Reiser (*1988 Hamburg)
April 2019 bis März 2020
3. Stipendiatin: Yoana Tuzharova (*1986 Russe/Bulgarien)
Mai 2020 bis März 2022
4. Stipendiatin: Lara Kaiser (*1996 Witten)
April 2022 bis März 2024
5. Stipendiatin: Maria Reneé Morales Garcia (*1997, Guatemala)
April 2024 bis März 2026
Aktuelle Stipendiatin: Juliana Paek (*1997, Düsseldorf)
Juliana Paek studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professorinnen Yesim Akdeniz und Maximiliane Baumgartner. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftige sich Juliana Paek mit genealogischen, historischen und kulturellen Erzählungen. Im Medium der Ölmalerei, deren Grenzen sie überschreitet und diese installativ mit Objekten oder als Stammbäume erweitert, verbindet sie figurativ-bildnerische Strategien mit kritischen Reflexionen über Erinnerung, Verwandtschaft und Identität.
Paeks traumhaft erscheinende Figurendarstellungen, ihre von Popkultur und Science Fiction geprägte Bildsprache sowie die zarte, lasierende Farbigkeit ihrer Malerei, in denen sich zugleich Auflösungsprozesse manifestieren und verschiedenen Bildwirklichkeiten überlagern, haben die Jury vollkommen überzeugt.
Vor dem Hintergrund ihrer eigenen deutsch-koreanischen Identität richtet sie ihren Fokus auf gesellschaftliche Fragestellung wie Herkunft, Nationalität, Geschlecht, Kultur, Familie und Zugehörigkeit. Diese münden in einen künstlerischen Diskurs über das Verhältnis von traditionellen Strukturen, normativen Grenzen und neuen Technologien, in dem Peak hybride Welten zwischen verschiedenen Zeitlichkeiten, zwischen Ost und West und auch zwischen analogen und digitalen Wirklichkeiten darstellt.
Ausstellungen:
2020, BPA-SPACE, Köln, Performance: „Odium Generis Humani“
2021, AStA-Ausstellungsraum der Kunstakademie Düsseldorf, Duo Ausstellung:„Fractured Identities“
2022, Caochangdi Art District, Gruppenausstellung: „A light and a heavy body“, kuratiert von Gao Yutao
2023, Akademiegalerie, Düsseldorf, Gruppenausstellung:„The Container“
2024, reinraum e.V., Düsseldorf, Gruppenausstellung:„SILENC10“, kuratiert von Nathalie Sofie Schulz
2024, BBK Forum Düsseldorf, Gruppenausstellung: „Fresh positions“
2024, Metalhousegallery, Gyeonggido, Südkorea, Gruppenausstellung: „My travel diary“
2025, Nexus Nails, Düsseldorf, Einzelausstellung:„Self Exit“, kuratiert von Maren Knapp
2025, Frauenmuseum Bonn, Gruppenausstellung: „Somewhere... Everyday. Die Politisierung des Alltäglichen“, kuratiert von Ausstelungsgruppe Bonn
2025, Braunsfelder, Köln, Gruppenausstellung: „Portraits - Edel sei der Mensch“, kuratiert von Dr. Barbara Hess
2025, Kunstverein Bielefeld, Bielefeld: Gruppenausstellung/Workbook-Publikation: „maxiOffset 60g/m2: (Nr....) Pages of Care
Portfolio: auf Nachfrage an die Künstlerin
Kontakt
Anja Bauer-Kersken M. A. | Telefon 0208-455 41 78 | E-Mail anja.bauer-kersken@muelheim-ruhr.de